Elfriede Ott
– Schauspielerin
Peter Marboe –
Politiker
Günther Nenning –
Journalist
Barbara Karlich –
TV-Moderatorin
Albert Fortell –
Schauspieler
Kardinal Dr.
Godfried Danneels
Kardinal José da
Cruz Policarpo
Kardinal Jean-Marie
Lustiger
Kardinal Christoph
Schönborn
Elfriede Ott – Schauspielerin
Jedes Gespräch, das Menschen miteinander führen,
hat unglaublich großen Wert. Die Stadtmission ist daher eine wunderbare
Aufforderung an die Kirche selbst, alle Menschen zum Gespräch
einzuladen.
Peter Marboe – Politiker
Über 2200 mal steht in der Bibel der Aufruf zur
Freude. Ich bin sehr froh über den Kongress und die Stadtmission, denn
viele Pfarren – die Zellen menschlicher Begegnung – können mitmachen. Sie
versuchen dieses Grundklima der Freude in der Stadt zu verbreiten. Ich
will eine entschlossene und zupackende Kirche, die Halt gibt und den
Menschen hilft, Sinn in ihrem Leben zu finden....eine Kirche, die mit
allen Menschen guten Willens zusammenarbeitet.
Günther Nenning – Journalist
Von der Kirche erwarte ich alles! Vor allem die ewige
Seligkeit!Den Kongress und die Stadtmission finde ich eine gute Sache. Da
müssen sich dann auch die Kardinäle unter die Stadtmenschen mischen und
das Gespräch mit den skeptischen Leuten von der Straße suchen. Die
Kardinäle müssen sich der Tatsache stellen, daß es auch Menschen gibt,
denen sie unheimlich sind.
Barbara Karlich –
TV-Moderatorin
Gott braucht man nicht in die Stadt zu tragen, er
ist schon da. Man muß ihn nur hören! Ich erwarte mir von der Kirche, dass
sie offen ist und zuhören kann. Diese Erfahrung ist mir in den Jahren als
TV-Moderatorin ganz besonders wichtig geworden: man muss zuhören um die
Menschen verstehen und wahrnehmen zu können.“
Albert Fortell – Schauspieler
Die Kirche muß immer wieder den schmalen Grat
zwischen berechtigter Erneuerung und Erniedrigung vor dem kurzlebigen
Zeitgeist definieren. Und sie muß auch den Verfechtern einer schwammigen
und auf Treibsand gebauten Säkularisierungsideologie die unumstößliche
Wahrheit der Bibel und des göttlichen Willens entgegenhalten.
Kardinal Dr. Godfried
Danneels
Heutzutage lebt mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung in
Städten. Die ländlichen Gebiete sind nicht mehr die privilegierten
Brutplätze des christlichen Glaubens. Der Glaube keimt wieder in den
Städten auf. So war es auch zu Anfang des Christentums: da hat sich der
Glaube dort zuerst verbreitet. Wieder ist es in den Städten, wo die
Zukunft des Christentums auf dem Spiel steht. In den Städten ist der Platz
der entwickelten Kultur, eines neuen Konzeptes des Zusammenlebens und
Menschenbildes, einer neuen Sprache. Hier ist die Inkulturation des
Evangeliums: die Stadt ist dafür das Biotop geworden.
Kardinal José
da Cruz Policarpo
Evangelisieren heißt immer, an die Zukunft denken und
an der Zukunft mitbauen: an der momentanen Zukunft auf der Suche nach
unserem Lebenssinn, und an der endgültigen Zukunft.Jesus Christus ist die
Mühe wert. Er ist die entscheidende Entdeckung unseres Lebens. In ihm
entdecken wir die ewige Dimension der Liebe, die sichere Quelle unserer
Suche nach Wahrheit, den wahren Sinn unseres Einsatzes für eine gerechtere
und geschwisterliche Gesellschaft.
Kardinal Jean-Marie
Lustiger
Die Nationen Westeuropas sind vielfältig und sei es nur durch
ihre Sprachen. Seit Jahrhunderten vereint sie ein gemeinsames Schicksal,
das von innen her durch die biblische Offenbarung und durch die
Verkündigung des Evangeliums geformt ist. Seit einem halben Jahrhundert
haben sich in der Tat die Umwälzungen in unseren jeweiligen Nationen
beschleunigt. Durch die hastigen Veränderungen mitgerissen, laufen die
Völker Gefahr, um der Lebenslust willen, den eigentlichen Sinn ihres
Lebens zu vergessen. Diesen Sinn schöpfen wir aus der Quelle des Lebens,
dem Evangelium des Friedens und der Freiheit. Deshalb rufen diese neue
Zeiten nach einer neuen Verkündigung des Evangeliums. Unser Projekt ist
europäisch.
Kardinal Christoph
Schönborn
„Öffnet die Türen für Christus!“ In dieser, unserer Zeit klopft
Gott deutlich an die Türen. Wir vier Bischöfe aus vier europäischen
Hauptstädten können gemeinsam bezeugen: Was Jesus vor 2000
Jahren durch den Seher von Patmos gesagt hat, trifft heute
zu: „Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine
Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten
und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir“ (Offb
3,20).Wir sehen es, erleben es, stellen es staunend fest:
Christus klopft an die Tür, bei vielen Menschen. Er klopft
an eine innerste Tür, die oft dicht und fest verschlossen
ist: die Tür meines Herzens, an die ich kaum jemanden heran
lasse. Und bei vielen erwacht eine neue Sehnsucht, Gott behutsam
ins eigene Leben eintreten zu lassen, das ganz neue Glück
zu erleben, dass es diese Begegnung geben kann: Gott in meinem
Leben!Weil wir das viele Male gesehen, erahnt, erlebt haben
in unseren großen Städten, deshalb drängt es uns, davon zu
sprechen, daran zu erinnern, dazu einzuladen: Öffnet die Türen
für Christus!